Kapitel 8 – Shedus Urteil

Als Xenos, Nekomaru, Noah und Kurojoshi wieder in der Tempelstadt Inekoria ankommen, werden sie bereits sehnsüchtig erwartet. Das Volk wartet darauf, dass sich die junge Kurojoshi zum Sägewerk äußert, von dem sie zurückkehrt. Etwas verunsichert blicken die Einwohner dabei auf den gefesselten, schmutzigen Jungen, der sie begleitet. Auf dem Tempelplatz, im Zentrum der Stadt, ergreift sie schließlich das Wort und klärt die Bewohner auf. Diese reagieren ganz unterschiedlich. Kein klarer Standpunkt kristallisiert sich aus der Menge heraus. Somit entscheidet Hohepriesterin Kurojoshi, den Wolfsjungen erst einmal in eine Zelle des Gefängnisses der Stadt zu sperren. Sie wird sich später seiner annehmen.

Während dessen flüstert Nekomaru zu Xenos: „Hast du gesehen? Kurojoshi hat vorhin im Kampf dunkle Magie verwendet! Wenn die Leute hier davon wüssten, würde sie sicher gejagt werden.“

„Du verwechselst da was“, klärt Xenos ihn auf. „Nekromantie ist verboten. Dunkle Magie ist aber nicht das selbe wie Nekromantie. Nekromantische Zauber funktionieren zwar ausschließlich mit dunkler Magie, aber das bedeutet nicht, dass jede dunkle Magie auch Nekromantie ist. Dass Kurojoshi dunkle Magie benutzt bedeutet lediglich, dass sie ihre Magie von Dämonen bezieht. Ich denke, das ist hier nichts ungewöhnliches. Immerhin steht die ganze Stadt im Zeichen Shedus.“

Nekomaru nickt: „Woher weißt du, dass Inekoria zu Shedu gehört? Hast du auch mit Kurojoshi gesprochen?“

„Die Stadt ist voller Katzen. Überall sieht man Abbildungen von Katzen und Katzendämonen. Und Kurojoshi beschwört Katzengeister, die zu den Dienern von Shedu gehören. Das ist doch offensichtlich.“

„Stimmt“, kratzt sich Nekomaru verlegen am Hinterkopf, als ihm plötzlich eine Idee kommt. „Xenos! Wenn Inekoria und Shedu in Verbindung stehen, können wir doch ganz einfach über die Dämonenfürstin der Katzen meinen Papa kontaktieren! Shedu ist gegen den Krieg zwischen Atra-Regnum und dem Reich der Toten. Sie wird uns nicht an Sangra verraten.“

„Wen wollt ihr kontaktieren?“, dreht sich Kurojoshi fragend um, nachdem sie zu den Leuten der Stadt gesprochen hat.

Vor Freude über seinen genialen Einfall hat Nekomaru ganz vergessen, dass sie leise miteinander reden wollten. Auch Noah dreht sich zu den beiden um.

„Wir müssen Heres kontaktieren“, beginnt Xenos Nekomarus Plan zu folgen. „Du kannst doch sicherlich Shedu bitten, ihn für uns zu informieren.“

Kurojoshi zögert: „Heres ist einer der Kriegstreiber gegen unsere Welt. Shedu mag ihn nicht. Was wollt ihr von ihm?“

„Mein Papa ist kein Kriegstreiber mehr!“, fährt Nekomaru auf.

Die Hohepriesterin reagiert verwirrt: „Dein Papa? Du bist doch kein Dämon. Bist du etwa eines der Dämonenkinder?“

„Woher weißt du denn von den Dämonenkindern?“, beginnt Xenos wieder zu flüstern.

„Niji und ich reden oft miteinander. Ihr wurde von Shedu befohlen, über die Stadt und meine Familie zu wachen. Die große Dämonenfürstin der Katzen kann ihre Augen schließlich nicht nur auf Inekoria richten. Und wir haben eben ein sehr gutes Verhältnis miteinander. Außerdem bin ich selbst das Dämonenkind der Katzen.“

Amüsiert schaut Kurojoshi in die ungläubigen Gesichter von Xenos und Nekomaru. Auch Noah traut seinen Ohren nicht. Bis gestern hat er nichts von der Existenz von Dämonenkindern und Nephilimen gewusst. Dann stellt sich heraus, dass er selbst ein Nephilim ist. Er lernt Xenos und Nekomaru kennen, von denen Nekomaru eines der Dämonenkinder ist. Dämonenkinder und Nephilime sollen gegeneinander arbeiten. Und zu allem Überfluss stellt sich jetzt heraus, dass Kurojoshi, das Oberhaupt seiner Stadt, zu der er immer aufgesehen hat, ebenfalls ein Dämonenkind ist. Für ihn ist das zuviel. Er wünschte, er hätte von all dem nie etwas erfahren, wäre niemals hineingezogen worden.

„Aber gut“, fährt Kurojoshi fort, „wir können versuchen Heres zu kontaktieren. Ihr habt mir geholfen, also helfe ich euch auch.“

„Mein Papa ist immer noch verschwunden“, zögert Noah.

Nekomaru begegnet Noah Sorgen mit gewisser Gleichgültigkeit: „Wir haben auch noch anderes zu tun.“

„Noah hat recht“, lenkt Kurojoshi ein. „Es sind immer noch Arbeiter des Sägewerkes verschwunden. Meine Pflicht für Inekoria geht vor. Sie zu finden sollte oberste Priorität haben.“

Xenos und Nekomaru sehen ihre Abreise in weite Ferne rücken. Entweder sie brechen sofort auf und verzichten auf das wichtige Gespräch mit Heres, oder sie warten ab bis die verschwundenen Bewohner gefunden sind und Kurojoshi ihnen hilft Nekomarus Vater zu kontaktieren.

Der junge Nekromant versucht einen Kompromiss zu finden: „Wenn ich mit Noah nach den Verschwundenen suche, könnt ihr beide Shedu nach Heres fragen. Sobald ihr fertig seid, könnt ihr euch uns wieder anschließen.“

Kurojoshi überlegt. „Damit wäre ich einverstanden. Aber versprecht mir, euch nicht zu trennen. In den Bambuswäldern um Inekoria verläuft man sich schnell. Ich werde auch noch einige weitere Suchtrupps zusammenstellen lassen.“

Die drei Jungen nicken zufrieden.

Nachdem Kurojoshi weitere Leute entsandt hat, um bei der Suche nach den vermissten Arbeitern zu helfen, bringt sie Nekomaru in den großen Altarraum des alten Tempels. Das Mädchen beginnt damit, den geschmückten Raum auf die Anrufung vozubereiten.

„Du bist eine beeindruckende Person“, spricht Nekomaru, dessen Blick Kurojoshi durch den Raum folgt.

„Worauf willst du hinaus?“

„Auf nichts“, fühlt sich der Junge missverstanden. „Ich wollte nur sagen, dass du ziemlich stark zu sein scheinst. Du bist ein Dämonenkind, kannst Magie wirken und die ganze Stadt hört scheinbar freiwillig auf dich.“

„Ich komme lediglich den Verpflichtungen meiner Familie nach. Der Rest ist wohl Schicksal.“

„Verstehe. Sie haben dir übertragen dich um die Stadt zu kümmern, damit sie Zeit haben sich um andere Dinge zu kümmern.“

Kurojoshi zieht Räucherwerk aus einem Schrank am Rande des Raumes und bringt es zum Altar: „Nein, sie sind tot.“

Nekomaru überlegt, wie er darauf passend reagieren soll. Doch sein Blick wandert nur zur Decke.

„Es ist in Ordnung“, spürt die Priesterin seine Unsicherheit. „Schicksal eben. Ich bin nicht ganz allein. Meine Großmutter lebt mit mir hier im Tempel. Aber sie ist zu alt, um sich angemessen um die Belange der Stadt kümmern zu können. Also habe ich das übernommen.“

Der Blick des Blondhaarigen wandert wieder hinunter zum Altar, vor dem Kurojoshi kniet. Sie hat die Türen geschlossen und beginnt das Räucherwerk zu entzünden.

„Lass uns jetzt versuchen deinen Papa zu erreichen.“

Das Räucherwerk hüllt den Raum nach und nach in dichter werdende Schleier. Die lichtspendenden Kerzen flackern. Es wird merklich kühler und dunkler. Während das Mädchen vor dem Altar kniend die Anrufung der Dämonenfürstin vollzieht, steht Nekomaru gefasst und doch aufgeregt in der Mitte des hölzernen Zimmers.

Plötzlich spürt er eine Präsenz, die seinen linken Arm streift. Er schaut auf ihn hinab und sieht einen großen, bläulichen, nahezu durchsichtigen Schweif hinter sich verschwinden. Schnell wendet er seinen Blick nach rechts und sieht die Gestalt eines mehrere Meter großen Katzengeistes an sich vorbeiziehen, der sich auf Kurojoshi zubewegt.

„Wie kann ich dir helfen, liebe Kuro“, fragt der Geist in zärtlich, feiner Stimme, während ihr Schweif sich beim Vorübergehen auch an den Körper des Mädchens schmiegt.

„Geehrte Niji“, beginnt Kurojoshi zu sprechen, „mein Freund Nekomaru hat ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund erbitten wir ein Gespräch mit Shedu, der großen Dämonenfürstin der Katzen.“

Nekomaru spürt die Anspannung in Kurojoshis Stimme bei der Äußerung ihrer Bitte. Sie ist sich selbst sehr unsicher, ob sie so etwas überhaupt hätte fragen dürfen. Gleichzeitig verspürt der Junge das Reiben weichen Fells um seine Beine. Er schaut an sich hinab. Eine weitere Katze schleicht um ihn herum und schmiegt sich an ihn. Doch es ist keine geisterhafte Erscheinung.Ganz anders als die große Katze zwischen ihm und Kurojoshi. Diese Katze ist materiell. Sie ist echt. Wie die vielen Katzen auf den Straßen Inekorias. Wie kam sie hier hinein?

„Weißt du überhaupt, wer er ist?“, säuselt Niji in Kurojoshis Ohren.

„Er ist ein Dämonenkind. Sein Vater ist Heres, der Dämonenfürst der Erde.“

„Und wer ist für all das Leid in deiner Welt verantwortlich?“, hakt Niji nach.

Kurojoshi zögert: „Heres, der Dämonenfürst der Erde.“

„Und weißt du, was dein Freund alles getan hat um seinem Papa zu gefallen? Um an seiner Seite stehen zu dürfen?“

Nekomarus Anspannung wird stärker. Es sieht nicht danach aus, als ob er hier Antworten bekommen wird.

Kurojoshi zögert erneut: „Nein.“

Die Stimme des Katzengeistes wird lauter: „Er hat getan, was sein Vater von ihm verlangte. Doch nicht nur, um den Bitten seines Vaters nachzukommen, sondern ebenso, weil es ihm Vergnügen bereitete. Er hat auf grausamste Weise gemordet und verstümmelt. Hat ganze Städte ausgelöscht und niedergebrannt. Er hat mit den Gefühlen der Leute gespielt und denen, die ihm alles geben wollten, alles genommen. Frag ihn nur einmal nach der Händlerfamilie in der Kaiserstadt.“

Ihren Blick weiter nach vorn auf den Altar richtend, fragt ihn die Hohepriesterin nach der Familie in der Kaiserstadt. Nekomaru schweigt. Die Katze, die um seine Beine schleicht, setzt sich rechts neben ihn. Er fühlt sich bedrängt, würde der Situation am liebsten sofort ein Ende setzen. Der Junge weiß nicht, was er sagen soll. Er kann sich längst nicht mehr erinnern, von welcher Familie der Katzengeist spricht. Er weiß noch vieles von dem was er getan hat. Doch die einzelnen Fälle verschwimmen in seiner Erinnerung. Es ist ihm unmöglich alle Vorfälle voneinander zu trennen. Nekomaru schweigt.

Niji beginnt zu erzählen: „Die Familie war eine der letzten, die die Kaiserstadt bei ihrer Flucht hätten verlassen können. Sie kamen aus dem Marktviertel, welches zuerst von den einfallenden Dämonen zerstört wurde. Sie waren das erste Mal in der Stadt und erhofften sich hier mehr Käufer für ihre Waren zu finden. Als die Evakuierung des Viertels begann, ließen sie ihre materiellen Besitztümer zurück. Viel wichtiger war es ihnen, ihre beiden Kinder zu finden, die auf dem Markt spielten. In der Hektik haben sie sie aus den Augen verloren.

Schließlich fanden sie die beiden Kinder verängstigt in einer Tür sitzen. Niemand hatte sich um sie gekümmert. Jedem ging es nur um sich selbst. Schnell machten sie sich auf und entkamen in den nächstsicheren Bezirk. Auch dieser war aber bereits nahezu menschenleer. Sie rannten weiter Richtung Osten, in vermeintlich sicherere Gebiete, als sie in einer Seitengasse einen allein stehenden, blondhaarigen Jungen entdeckten.

Die beiden entschlossen sich ihm zu helfen, wohl wissend, dass sie dadurch Zeit verlieren würden, die ihnen womöglich das Leben kosten könnte. Doch sie konnten nicht so herzlos sein und ein Kind zurücklassen, so wie alle an ihren Kindern vorbeigerannt sind. Sie nahmen den Jungen an die Hand und versprachen ihm, ihn in Sicherheit zu bringen. Dieser Junge war Nekomaru.

Er folgte der Familie bis in den östlichen Außenbezirk. Hier sprach er zu ihnen und erzählte ihnen etwas von einer kleinen Schwester, die angeblich noch zuhause sei, auf die er aufpassen sollte. Sein Ziel war es wahrscheinlich, die Familie dazu zu bewegen mit ihm zu kommen. Statt dessen ließ sich der Vater der Kinder den Weg beschreiben und schickte seine Frau und die drei Kinder aus der Stadt.

Als der Vater schließlich nicht mehr zu sehen war, rief Nekomaru seine Sense, grinste frech und stieß sie der Mutter vor den Augen ihrer Kinder in den Rücken. Sie symbolisierte ihren Kindern zu rennen, sank dann zu Boden und das Leben verließ ihren Körper. Die beiden kleinen Kinder verstanden nichts und blickten traumatisiert auf die Leiche ihrer Mutter. Wie angewurzelt blieben sie stehen und begannen zu weinen. Ohne zu zögern nahm er schließlich auch diese beiden Leben.

Anschließend folgte er dem verbliebenen Vater der Familie. In der Gasse angekommen, in die er ihn schickte, war Nekomaru überrascht einen weiteren Mann und einen Gardisten zu sehen. Der Vater hatte um ihre Hilfe gebeten, nichts ahnend, dass die Hilfe an anderer Stelle gebraucht worden wäre. Doch auch die anderen beiden sollten das Treffen mit Nekomaru nicht überleben. Nach nur kurzem Gefecht vergoss dein Freund auch ihr Blut sinnlos.“

Kurojoshi ist schockiert. Kalter Schweiß hat sich auf ihrer Stirn gesammelt. Ihr hat es die Sprache verschlagen. Auch Nekomaru verharrt regungslos. Seine Anspannung beginnt sich in Wut zu wandeln.

„Nya~“, beginnt sich plötzlich die Katze neben Nekomaru zu äußern, „was der Junge getan hat ist unverzeihlich. Doch das liegt hinter ihm.“

Kurojoshis Kopf schreckt auf. Auch Nekomaru reagiert verwundert. Beiden kommt die Stimme bekannt vor. Die Katze verlässt Nekomarus Seite und einen Moment später tritt ein hübsches, junges Mädchen von maximal zehn Jahren mit langen, leicht lockigen, grauen Haaren, einem Katzenschweif und Katzenohren vor.

Niji lässt von dem Mädchen ab: „Aber große Meisterin Shedu. Was Ihr sagt mag sein. Vielleicht hat er sich den Menschen zugewandt. Doch kann man sich darüber so sicher sein? Er zeigt keinerlei Reue für seine Taten. Er sieht seine Fehler nicht ein!“

„Niji, bitte“, fährt das grauhaarige Katzenmädchen fort. „Ich zweifle nicht an dem, was Ihr sagt. Nya~türlich bringt er seinen Taten keine größere Beachtung nach. Und erst recht sieht er nicht, dass es falsch war, was er tat.“

Sie dreht sich zu Nekomaru, welcher zugleich verwundert als auch beschämt darüber ist, dass die Dämonenfürstin Shedu ihn verteidigt. Er richtet seinen Blick zu Boden.

Shedu schaut ihn an: „Nyaa. Der Junge besitzt keine Moral. Er hat kein Verständnis von gut und böse. Sein Leben lang wurde er von egoistischen Motiven getrieben. Schuld daran ist seine Erziehung. Doch jetzt ist er hier. Er hat sich dem Auserwählten angeschlossen und die Seiten gewechselt. Vielleicht spielt er uns das alles nur vor. Doch wenn nicht, wird er dazulernen und seine Vergangenheit hinter sich lassen. Jeder hat eine zweite Chance verdient, auch wenn das, was hinter ihm liegt, schwärzer ist als alles, was man sich vorstellen kann.“

Sie tritt an den Jungen heran und hebt sein Kinn: „Nyan, sprich mein Kind. Wie kann ich dir helfen?“

Nekomaru schweigt. Er weiß, dass es wieder darum ging, dass er Böses getan hat. Es ist böse zu töten. Aber warum? Einfach weil es böse ist? Weil jedes Lebewesen einzigartig ist. Doch jeder tötet ständig. Menschen töten andere Menschen auf Schlachtfeldern, aus Gier oder sonstigen Gründen. Auch Tiere töten sich ständig gegenseitg. Und ebenso töten Menschen die ihnen unterlegenen Tiere. Ist das nicht böse? Oder muss man manchmal böse sein? Er findet das ungerecht. Auf diese Fragen gibt es für ihn keine Antworten. Was ihm fehlt, ist ein grundlegender Kodex an Werten, der ihm nie vermittelt wurde.

„Ich möchte mit Papa sprechen“, reißt er sich schließlich aus seiner Gedankenwelt los.

„Heres, nya?“

„Ja. Ich möchte ihn fragen, was ich tun soll.“

„Nyaa, aber gerade das ist es doch, was du nun selbst in der Hand hast. Du musst allein entscheiden, was du tun solltest.“

„Mein Papa hat sich doch aus dem Krieg zurückgezogen, oder?“

„Nyaa“, nickt Shedu, „Sangra, die Dämonenfürstin des Blutes, führt diesen Krieg nun fort.“

„Aber dennoch will ich meinen Papa nicht verraten. Ich kämpfe gegen Dämonen, aber meinem Papa möchte ich nicht schaden.“

„Wie denkst du denn, könntest du ihm schaden, nya?“

„Wenn ich verrate, was ich weiß, könnte das gegen ihn verwendet werden“, ist Nekomaru besorgt. „Was, wenn die Lebenden plötzlich danach trachten mehr zu wollen als nur die Dämonen aus ihrer Welt zurückzudrängen? Was ist, wenn sie die Dämonen plötzlich ganz auslöschen wollen?“

Shedu schenkt Nekomaru ein verständnisvolles Lächeln: „Nyaa~ du solltest dir darüber nicht den Kopf zerbrechen. Die Lebenden wissen auch, dass sie das Reich der Toten brauchen. Klar kann es immer einzelne fehlgeleitete Seelen geben. Aber ich denke nicht, dass du deinem Vater schaden wirst, wenn du deinen Freunden hilfst. Alles was er will, ist doch das Beste für dich. Darum zerbrich dir darüber nicht den Kopf. ~Nyan“

Plötzlich hört man das hallende Tapsen einer weiteren Katze. Nijis Blick fällt hinter Nekomaru, als sich eine Stimme zu Wort meldet.

„Wir haben zwei von Sangras Dienern in Inekoria gefasst. Sie haben in den Straßen nach einem blondhaarigen und einem schwarzhaarigen Jungen mit Umhängen gefragt.“


Geschrieben von: Mika
Idee von: Mika
Korrekturgelesen von: May
Veröffentlicht am: 01.12.2018
Zuletzt bearbeitet: 04.09.2019
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