Die Dämonenwaffen

veröffentlicht am 1. Juli 2021 um 07:00 Uhr von in Beitrag, Lore

In den Büchern selbst haben wir bereits einiges über die Dämonenwaffen erfahren. Im heutigen Beitrag wollen wir jedoch näher auf diese legendären Gegenstände eingehen. Woher stammen sie und was ist ihre Geschichte? Was macht sie so besonders und welche Bedeutung haben sie im Universum von Atra-Regnum? Welche Artefakte gibt es und wie sehen sie eigentlich aus? Diese Fragen wollen wir heute klären.

Für alle Artefakte gilt, dass sie mächtige Waffen sind, die vor langer Zeit von den Dämonenfürsten geschmiedet wurden. Jeder Fürst hat eine Waffe erschaffen, die eine spezielle Kraft in sich trägt, die mit der Domäne des Dämonenfürsten in Zusammenhang steht. Das Perfide an diesen Artefakten ist, dass sie alle eine weitere besondere Kraft besitzen. Neben ihrer generellen Effektivität gegen magische Objekte und Kreaturen können die Waffen eine Seele für immer auslöschen. Normalerweise ziehen die Seelen der Verstorbenen ins Reich der Toten. Auch die Einwohner dieses Reiches wie Dämonen finden sich nach einer Zerstörung ihrer Hülle immer dort wieder. Doch wer mit einer Dämonenwaffe niedergestreckt wird, verschwindet dauerhaft. Für ihn gibt es kein Leben nach dem Tod, keine Wiedergeburt, keine Ewigkeit. Die Seele wird ausgelöscht. Es gibt für sie keine Zukunft mehr. Aus diesem Grund erzittern selbst die mächtigsten Geschöpfe vor diesen Waffen. Selbst die Dämonenfürsten begegnen ihren eigenen Kreationen mit großem Respekt. Eine Angst verspüren sie in der Regel jedoch nicht. Die Waffen mögen mächtig sein. In der Regel ist ihr Träger jedoch nicht annähernd in der Lage, es mit einem gottgleichen Geschöpf wie ihnen aufzunehmen. Und um dem Effekt der Waffen zu erliegen, müssen sie schließlich erst einmal tödlich geschlagen werden.
Anders sah dies zur Schaffungszeit der Waffen aus. Man erzählt sich, dass sie die letzten Relikte aus der Zeit vor Atra-Regnum sind. Sie wurden im großen Schöpfungskrieg geschaffen, der zur Entstehung des heutigen Universums führte. Viele Schöpferwesen, Dämonenfürsten wie Götter, schmiedeten sich eine Waffe nahezu so perfekt wie sie selbst. Sie erschufen eine Entität, einen Urgeist, den sie zu ihrem Artefakt formten. Heute spricht man auch von den Dämonenwaffen als erste Dämonen und den Götterartefakten als erste Engel. Man meint die Seele, die jeder Waffe innewohnt. Sie stellen diejenigen auf die Probe, die meinen, ihre Dienste in Anspruch nehmen zu wollen. Erachten sie sie als würdig, unterwerfen sie sich dem Träger. Doch sehen sie ihren Träger als schwach und unterlegen, verderben und zerstören sie dessen Seele auf ewige Zeit. Die Kreatur verfällt dem Wahnsinn, sucht die Auseinandersetzung, den Krieg, bis sie schließlich geschlagen wird und ihre Seele für immer vergeht. Sie wird selbst durch die Dämonenwaffe ausgelöscht.
Nach dem Schöpfungskrieg wurden die Artefakte verbannt. Doch sie konnten nicht einfach zerstört werden. Darum einigte man sich, sie auf neutralem Grund für immer zu verbergen. Jener neutrale Grund ist Natu, die Welt der Lebenden und die Welt zwischen dem Aether und Mortui, dem Reich der Toten. Gleichzeitig vereinbarten sie, dass nie wieder einer der Dämonenfürsten oder Götter eine solche Waffe tragen noch schmieden durfte. Doch die bereits geschaffenen Artefakte blieben nicht für immer in ihren Verstecken. Im Laufe der Jahrtausende tauchten immer wieder einzelne Waffen aus den verschiedensten Quellen und Gründen auf. Vermutlich befindet sich kein Artefakt mehr in seinem ursprünglichen Versteck. Sie sind über die Welten verteilt, von Lebenden oder auch ihren Eigentümern selbst geborgen, in der Geschichte in Erscheinung getreten und wieder verschwunden.
Ihre Existenz ist ein offenes Geheimnis, um das sich bis heute unzählige Mythen ranken. Das ist auch der Grund, warum so viel und doch so wenig über sie bekannt ist. Die Artefakte befinden sich mitten unter den Leuten und dennoch weiß kaum jemand um ihre Kräfte oder würde gar ihr Aussehen erkennen. Dabei sind sie nicht schwer zu identifizieren. Grundsätzlich werden sie in zwei Sets unterteilt: Dämonenwaffen und Götterartefakte. Dies geht auf die zwei Seiten im Schöpfungskrieg zurück. Jedes Set folgt dabei einem recht grundlegenden Design, welches es erst als Set identifizierbar macht. So sind die Dämonenwaffen aus schwarzem Metall geformt, welches ausgeprägte Maserungen aufweist. Im Material befinden sich zudem verschieden große Löcher, ähnlich der unendlichen Leere. Die fehlende Materie wird bei Gebrauch der Waffen durch Energie aus dem Reich der Toten ausgefüllt. Dies ähnelt einer schwarzen, nebelhaften Aura. Kontrast zum farblosen Metall bieten Elemente wie rote Stoffe oder andere rötliche Materialien. Markant sind zudem die Runen, die in jedem Artefakt zu finden sind. Es ist das jeweilige Zeichen des Fürsten, der diese Waffe geschmiedet hat. Wenn die Waffe getragen wird, leuchten sie in einem glühenden blutroten Schimmer.

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In den Büchern tauchten bisher vier verschiedene Dämonenwaffen auf. Gehen wir diese doch einmal kurz durch.

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Die erste Dämonenwaffe, die jemals gezeigt wurde, ist die Dämonensense. Sie befindet sich seit Buch 1 in Nekomarus Besitz und ist seine Waffe der Wahl. Vor allem in der Schlacht um die Kaiserstadt erleben wir einen eindrucksvollen Kampf mit diesem Artefakt. Außerdem lernen wir die besondere Kraft der Waffe kennen. Nekomaru kann die Sense aus dem Schatten heraufbeschwören. Dabei wiegt sie so gut wie nichts. Auch wenn der Effekt unscheinbar wirkt, hat er durchaus große Vorteile. Trotz der Größe des Artefakts kann sie geheim mitgeführt werden, da der Träger sie nur bei Bedarf erscheinen lassen muss. Außerdem behindert sie ihren Meister nicht, da sie aus eben jenem Grund nicht ständig sichtbar mitgeführt werden muss. Darüber hinaus ist es unmöglich, sie ihrem Träger abzunehmen, da dieser sie immer wieder zu sich rufen kann. Gerade für Nekomaru ist es zudem gut, dass die Sense nahezu kein Gewicht hat. In seinem schnellen und agilen Kampfstil behindert ihn so keine zusätzliche Last. Insgesamt ist dieses Artefakt perfekt für Leute, die aus dem Schatten heraus agieren, wie zum Beispiel Assassinen oder Meuchelmörder.
Dieser Zusammenhang ist kein Zufall. Geschmiedet wurde die Waffe nämlich von Dämonenfürstin Umbra, der Fürstin der Schatten. Dementsprechend ziert auch ihre Rune das Sensenblatt. Der Weg von Umbra bis in Nekomarus Hände lässt sich nicht lückenlos nachvollziehen. Es ist nur bekannt, dass Nekomarus Ziehvater, Dämonenfürst Heres, die Sense bereits zu seinem 4. Geburtstag schenkte. Seitdem ist sie das unersetzbare Werkzeug des Jungen. Wie sie jedoch in Heres‘ Besitz gelangte, ist unbekannt.

 

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Um Nekomarus Sense zu kontern, begab sich Xenos zu Beginn von Buch 2 auf die Suche nach dem Dämonenschwert. Mit seinen Kreaturen und Geisterwaffen konnte er gegen eine Dämonenwaffe nicht standhalten. Diese wurden von Nekomaru mühelos zerstört. Das Artefakt wird in einer Legende erwähnt, in der dessen Träger gegen den außer Kontrolle geratenen Träger des Dämonenhammers kämpfte. Jener Träger war ein Nekromant der dunkelelfischen Nekromantenfamilie Rhyl aus Dun. Mit diesem Wissen gelang es Xenos, den Familienschatz in einer vergessenen Mine nahe der Bergarbeiterstadt Ohvos zu finden. Dort hatte ihn Haus Rhyl seit Jahrhunderten vor der Welt verborgen. Doch zu Beginn von Buch 3 sollte Xenos das Schwert verlieren. Es wurde von Dienern des Dämonenfürsten Nidhörun gestohlen. Erst als der Junge Ayame befreien konnte, konnte er sich auch sein Schwert zurückholen. Doch zuvor korrumpierte es die Seele seiner Schwester, als diese die Waffe berührte.
Der Schmied des Artefakts ist Gahl, Dämonenfürst des Fleisches. Seine Rune hat er gut sichtbar zwischen Griff und Scheide eingraviert. Die besondere Kraft dieser Dämonenwaffe liegt darin, dass jeder Schnitt potenziell tödlich ist. Jede Verletzung, die die Waffe zufügt, wird nekrotisch. Dies führt nicht unmittelbar zu Tod, doch entzünden und infizieren sich die erlittenen Wunden oft schwer. Die Getroffenen ereilt so ein schleichender Tod. Überlebende bleiben ein Leben lang gezeichnet, da zumindest unschöne Narben zurückbleiben werden.

 

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Mit der Dämonenlaterne bekam es Nekomaru in Buch 3 zu tun. Sie gehörte Lucien, einem einsamen Jungen, welcher zeitgleich das Dämonenkind von Livis, dem Dämonenfürsten des Nebels und des Vergessens, war. Lucien lebte zusammen mit seinen Eltern im Moor außerhalb des Dorfes Traugard. Nach dem Tod seiner Eltern ergriff Livis die Chance, den Jungen unter seine Fittiche zu nehmen und für seine Zwecke auszunutzen. Er versorgte den Jungen und stattete ihn mit der Dämonenlaterne aus, die er einst schmiedete. Im Gegenzug musste Lucien als eine Art Torwächter und Fremdenführer dienen. In der alten Hütte, in welcher der Junge lebte, platzierte Livis den Eingang in eine Zwischendimension, die als Versteck für den Impakt-Kult diente. Hier wurde sogar vorübergehend Ayame versteckt. Luciens Aufgabe war es, die Kultisten sicher durch das Moor zu geleiten und gleichzeitig zu verhindern, dass jemand ihr Versteck fand. Doch Nekomaru konnte er nicht aufhalten.
Nachdem das Versteck enttarnt war, wurde Lucien zusammen mit der Laterne in die Nekropole Falkenbach gebracht und mit einer neuen Aufgabe betraut. Fortan sollte er die Vampirin Lamilia und den umnachteten Xenos bewachen. Nachdem Xenos jedoch befreit wurde, geriet Lucien in der Nekropole in Gefangenschaft. Die Dämonenlaterne wurde sichergestellt und wird seitdem in der Krypta des Nebraa-Anwesens von Falkenbach versteckt.
Die Kraft, die der Laterne innewohnt, ist besonders perfide. Da das Artefakt keine herkömmliche Waffe ist, bedient sich die Laterne anderer Wege, ungeliebte Gegner loszuwerden. Sie ist in der Lage, dichten Nebel zu erzeugen, der die Grenzen zum Reich der Toten aufreisst. Wer sich in dem Nebel befindet, verliert langsam all seine Erinnerungen und die Fähigkeit, klar zu denken. Zusätzlich erzeugt die Laterne Irrlichter, die die Hilflosigkeit der Gefangenen ausnutzen. Sie locken ihre Opfer immer tiefer in den Nebel und führen sie in die Nebelfelder von Livis im Reich der Toten. Ein unendliches Labyrinth, aus dem es kein Entkommen mehr gibt. Neben dieser Fähigkeit besitzt die Laterne noch einen weiteren Effekt. Und zwar ist sie in der Lage, den freien Willen von Geistwesen zu unterdrücken. Von der Laterne in den Bann gezogen, folgen sie den Befehlen ihres Trägers wie Motten dem Licht.

 

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Die vierte aus den Büchern bekannte Dämonenwaffe ist ein Doppelpack in Form von Armschienen. In Buch 4 haben es Xenos und Nekomaru mit diesem Artefakt zu tun, als sie gegen Wilderer auf Neogena kämpfen. Ihre Anführerin, eine Dunkelelfin, ist im Besitz dieser Waffe. Wie sie sie erlangt hat oder wo sie zuvor war, ist unbekannt. Generell sind die Dämonenarmschienen wahrscheinlich eines der am wenigsten bekannten Artefakte. Sie wurden von Arachna, Dämonenfürstin der Spinnen und Hauptgöttin der Dunkelelfin, erschaffen. An den Armschienen aus schwarzem Dämonenspinnenleder sind jeweils sechs Rollen mit Fäden befestigt. Diese laufen an der Unterseite der Armschiene zusammen wie die Saiten einer Gitarre. Jene Fäden sind es auch, die diese Waffe so besonders machen. Sie sind dünn wie Spinnenseide und doch so stabil wie dicke Stahlseile. Mit normalen Waffen ist es fast unmöglich, sie zu durchtrennen. Andere Dämonenwaffen scheinen jedoch leichteres Spiel zu haben, da sie effektiv gegen magische Objekte und somit diese Fäden sind. Der Träger der Armschienen kann die scheinbar unendlichen Fäden nach Belieben kontrollieren. Er kann sie sowohl verschießen als auch wieder einrollen oder auch kappen. Das ermöglicht ihm, sich wie eine Spinne durch die Luft zu schleudern, aber auch präzise Angriffe zu führen, indem er die messerscharfen Fäden auf seine Gegner schießt. Gleichzeitig sind die Fäden perfekt, um Kontrahenten zu fangen und bewegungsunfähig zu halten.
Im Kampf gegen die dunkelelfische Trägerin können Xenos und Nekomaru eine Armschiene erbeuten. Sie wird seitdem wie die Dämonenlaterne in der Krypta des Nebraa-Anwesens von Falkenbach versteckt. Die andere Hälfte des Dämonenartefakts ist vermutlich unter hunderten Tonnen von Gestein verschüttet und wird sicher nicht so schnell geborgen werden können.

Neben den bisher bekannten Artefakten existieren viele weitere Setgegenstände. Man vermutet, dass jeder große Dämonenfürst ein Unikat hergestellt hat. So gibt es zum Beispiel Legenden um einen Fächer von Hanabi, der Dämonenfürstin der Lüfte. Er soll in der Lage sein, scharfe Schnitte und heftige Hiebe durch die Luft zu schicken. Außerdem existieren Geschichten über eine Taschenuhr, die die Zeit um bis zu 12 Stunden zurückdrehen kann. Dieses Artefakt wird passenderweise Ochrona, Dämonenfürstin der Zeit, zugeschrieben. Des weiteren sollen Klauen existieren, die durch jegliches Material schneiden wie durch Butter oder ein Bogen, der niemals sein Ziel verfehlt. Auch der Dämonenhammer von Heres, Dämonenfürst der Erde, hat bereits in Zusammenhang mit dem Schwert Erwähnung gefunden. Dieser soll die Erde beliebig formen können und gar in der Lage sein, Erdbeben auszulösen. In der Zukunft werden wir hoffentlich noch das ein oder andere Artefakt näher kennenlernen.

Wir hoffen, ihr findet diese uralten Artefakte genauso interessant wie wir! Wenn ja, würden wir uns wie immer über Feedback freuen. Und wenn ihr wollt, verratet uns doch, was für eine Waffe ihr gern hättet und was ihre einzigartige Kraft wäre?

~Euer Xenos-Korporation-Team

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