Kapitel 5 – Die Schlacht um Buna

„Xenos, ich kann nicht mehr. Vom vielen Reiten tut mir alles weh.“

Xenos‘ Blick fällt auf den kleinen Kumaru hinter sich im Sattel. Die beiden reiten bereits eine ganze Weile mitten durch den Wald. Das Laubdach ist sehr dicht. Kaum ein Sonnenstrahl dringt hindurch. Am Boden ist es deshalb recht kühl. Eine angenehme Kühle.

„Gut, wir gehen zu Fuß weiter. Eine Pause können wir nicht mehr machen, sonst brauchen wir noch länger“, lenkt Xenos ein.

Er lässt das Pferd anhalten. Kumaru löst seinen festen Griff um Xenos. Dieser nutzt die Gelegenheit um erstmals wieder durchzuatmen. Etwas mühsehlig lässt sich Kumaru vom Sattel. Das Pferd ist für den kleinen Xenos bereits viel zu groß. Für Kumaru ist es daher unmöglich, einfach auf- und abzusteigen. Der schwarzhaarige Junge steigt ebenfalls hinab und nimmt das Pferd bei den Zügeln. Gemeinsam gehen sie zu Fuß weiter. Da die beiden Kinder nun langsamer unterwegs sind, werden sie Buna noch später erreichen. Vermutlich werden sie erst kurz vor dem Abend an ihrem Ziel ankommen.

„Sag mal“, fragt Kumaru, „riechst du das auch?“

„Ja es riecht nach Rauch. Ich nehme an, im Wald hat jemand ein Feuer gemacht. Leider kann man durch die dichten Blätter nicht sehen, aus welcher Richtung es kommt.“

Je weiter sie kommen, desto stärker wird der unangenehme Geruch. Langsam mischen sich auch beißendere Gerüche unter den Rauchgestank. Das Pferd wird unruhig.

„Lass uns uns lieber ein wenig beeilen“, meint Xenos schließlich. „Sollte hier irgendwo Feuer ausgebrochen sein, sollten wir den Wald verlassen, bevor es uns erreicht.“

Kumaru nickt und die beiden klettern wieder in den Sattel. Zögerlich lässt sich das Pferd antreiben loszureiten. Mittlerweile beginnt langsam die Dämmerung einzusetzen. Vor einer Anhöhe weigert sich das Pferd plötzlich weiterzugehen. Es zieht an den Zügeln und will umkehren. Xenos hat Mühe das Pferd im Zaum zu halten. Sie sind gezwungen zu Fuß weiterzugehen. Beide steigen ab. Bevor sie ihren Weg fortsetzen, wirft Xenos einen Blick auf die Karte.

„Hinter dieser Anhöhe sollte Buna liegen.“

Die Kinder schauen sich kurz an. Hinter dieser Anhöhe liegt ihr Ziel. Und aus dieser Richtung dringt ihnen der schreckliche Gestank entgegen. Sie haben wohl beide dieselbe schlechte Vermutung. Xenos packt das Pferd fest an den Zügeln und zieht es hinter sich her. Die Jungen rennen die Anhöhe hinauf.

Plötzlich bleiben sie stehen. Ihr Gesichtsausdruck ist sowohl geschockt als auch verstört.

Vor ihnen endet der Wald und wenig entfernt auf einer Ebene liegt Buna, der Außenposten der Kaiserlichen Armee. Die Erde rund herum ist verbrannt. Es fliegt Asche kilometerhoch in die Luft. Aus dem dichten Laub des Waldes konnte man dies noch nicht erkennen. Eine riesige Rauchwolke steigt über der Stadt empor. Man sieht am Tor Soldaten kämpfen. Sie kämpfen aber nicht gegen andere Soldaten oder eindringende, fremde Völker, sie kämpfen gegen Kreaturen schrecklicher als jede Vorstellungskraft sie je hätte ausmalen können.

„Das … das kann nicht sein …“, stottert Xenos. „Was ist hier nur los? Warum? So etwas habe ich noch nie gesehen.“

Kumaru bekommt kein Wort heraus.

Die beiden Kinder stehen wie angewurzelt auf dem Hügel am Waldrand, die Zügel des Pferdes fest in der Hand. Es reißt und zerrt noch immer, versucht zu fliehen. Langsam gehen sie rückwärts zurück in den Wald.

„Was machen wir jetzt?“, fragt Kumaru.

Xenos schnürt das Pferd an einen Baum: „Ganz einfach, ich gehe dort runter, um mir das anzusehen. Diese Kreaturen, sie kommen direkt aus der Unterwelt. Du bleibst hier bei unserem Pferd.“

Kumaru schüttelt den Kopf: „Nein! Ich will mitkommen und helfen. Dir könnte etwas passieren.“

„Du wartest hier“, stellt Xenos klar und macht sich auf den Weg Richtung Buna.

Kumaru lässt sich auf den Boden fallen. Er sitzt neben dem Pferd und verschränkt die Arme. Dann verschwindet Xenos aus seinem Sichtfeld.

Der Nekromantenjunge läuft los, bis zur Waldgrenze und die Anhöhe hinauf.

„Umbra step“, flüstert er.

Sein Körper verschwindet im Schatten. Nun schleicht er sich näher ans Geschehen. Die Soldaten, die eben noch gekämpft haben, liegen mittlerweile zwischen den entstellten Leichen auf der verbrannten, stinkenden Ebene. Am bereits aufgebrochenen Tor der Garnison angekommen, beginnt die Erde immer stärker zu beben. Xenos dreht sich um. Ein riesiges hundeähnliches Geschöpf stürmt aus dem Inneren des Außenpostens auf ihn zu und reißt den Torbogen mit sich. Es rennt an der Außenmauer entlang. Die Kreatur ist unheimlich schnell. Xenos bemüht sich, ihr zu folgen. Dann bleibt er stehen. Er sieht vor sich auf dem Feld eine riesige höllische Pforte in den Himmel ragen. Es scheint eine Art Portalkonstrukt zu sein. Die grotesken Kreaturen passieren es in beide Richtungen.

Xenos läuft ein Schauer über den Rücken. Irgendjemand oder besser irgendetwas steht hinter ihm. Blitzschnell dreht er sich um, doch es ist bereits zu spät. Es ist noch eine dieser riesigen hundeähnlichen Kreaturen. Das Monster, dem er gegenübersteht, hat seinen Zauber gebrochen. Er ist nicht länger im Schatten verborgen.

Es bleibt keine Zeit zu reagieren, als ihn bereits die hässliche Pranke dieser monströsen Abscheulichkeit trifft. Der Junge fliegt hoch und landet einige Meter weiter auf etwas weichem Grund. Schnell rafft er sich wieder auf. Xenos schaut hinab auf die Stelle, auf der er gelandet ist. Es ist der tote Körper eines beleibteren Mannes. Er war kein Soldat, er war ein einfacher Zivilist.

Das Tier, das ihn wegschlug, dreht sich wütend schnaubend in seine Richtung. Es beginnt auf ihn loszustürmen. Schnell nimmt er eine stabile Haltung ein, streckt seine Arme zu einer hohlen Faust nach vorn und schaut entschlossen. Es scheint, als würde dieser Augenblick ewig dauern. Als die Kreatur kurz davor ist Xenos zu erreichen, kontert er.

„Spiritus Dagger“, ruft er dem Monster entgegen.

In seiner Hand erscheint ein geisterhafter Dolch. In diesem Moment wird Xenos getroffen. Wieder fliegt er nach hinten, aber der Dolch hat getroffen. Er steckt mitten in der Brust des Tieres. Dieses gerät in Rage. Es stürmt erneut auf Xenos zu. Der Junge steht schon bereit, seine Kleidung voll Dreck und Blut. Im richtigen Moment konzentriert er sich auf die Stelle, in der sein Dolch steckt.

„Concursores fluctus!“

Eine Druckwelle drängt das Monster zurück und der Dolch rammt sich tiefer in dessen Körper. Xenos grinst zufrieden. Die Kreatur von der anderen Seite gibt einen schrillen Schrei von sich. Dann löst sie sich auf.

Xenos sinkt zu Boden: „Das war ein starker Gegner. Was war das für ein Vieh? So eine dämonische Kreatur kann nur aus dem Reich der Toten kommen! Warum sind sie hier? Ich muss weitermachen. Es muss einen Weg geben sie aufzuhalten.“

Der Nekromant steht auf und dreht sich um, um in Richtung der Befestigung zu gehen. Doch aus dieser Richtung kommt etwas noch Gewaltigeres auf ihn zu. Am Himmel nähert sich eine riesige Horde kleiner schwarzer Kreaturen. Sie sehen aus wie Kobolde. Wahrscheinlich wurden sie vom Schrei des Höllenhundes angelockt. Der ganze Himmel verdunkelt sich. Xenos weicht zurück. In seinem Kopf zeichnet sich bereits ein Plan ab. Dann hockt er sich hin. Er wartet, bis die Kobolde zu ihm herangekommen sind. Sie fliegen viel schneller als erwartet. Xenos legt seinen Umhang um sich und zieht die Arme vor den Kopf, so dass er möglichst gut geschützt ist. Schließlich spürt er den Kratzer eines dieser Monster, die beginnen, tiefe Wunden zu hinterlassen.
Sofort reagiert er: „Milia flatulentarum pulverem grana!“

Xenos nutzt seinen Zauber der tausend Explosionen. Staub, Sand und Asche erheben sich aus der verbrannten Ebene um ihn herum. Dann beginnen die unzähligen Explosionen, die sich zu einer gewaltigen Detonation entwickeln. Die Erschütterung spürt sogar Kumaru im Boden.

Schließlich ist alles ruhig. Xenos löst seine Deckung. Seine Kleidung ist bedeckt vom ganzen Dreck und kleinen Steinchen, die die Explosionen umhergeschleudert haben. Er schaut sich um. Er scheint mit diesem Angriff alle auf einmal getroffen zu haben. Seine Gelenke schmerzen. Auch ihm hat sein Zauber geschadet.

Aus Richtung Buna kommen ein paar Soldaten in Richtung des Jungen geeilt.

„Wer bist du?“, fragt einer der Soldaten. „Geht es dir gut?“

„Ich bin Xenos Nebraa aus Menotown.“, erklärt er ihnen.

„Hier draußen ist es gefährlich. Zieh dich mit uns hinter die Mauern zurück.“

Xenos nickt.

„Du bist ein Magier, richtig? Vielen Dank für deine Unterstützung, Kleiner“, bedankt sich einer der Soldaten. „In Buna und auf der anderen Seite der Mauern wird noch hart gekämpft. Viele unserer Männer sind gefallen, aber diese Monster kommen immer wieder nach. Ein paar unserer Kameraden beschützen die übrigen Zivilisten und bringen sie zu einem sicheren Gehöft im Westen.“

Sie kommen im Außenposten an. Hier bekommt Xenos einen Überblick über das gesamte Ausmaß des Angriffs. Überall liegen Tote herum. Sowohl auf als auch unter den Trümmern der Gebäude. Es stinkt bestialisch, nicht nur nach den Bränden, sondern auch nach Verwesung. Dieser Geruch kommt jedoch nicht von den Leichen. Er kommt von den Dämonen. Von den stark beschädigten Mauern schießen einige Bogenschützen noch immer unermüdlich ihre Pfeile ab. Ob sie überhaupt eine von diesen schnellen Bestien treffen können?

Plötzlich erschüttert ein kräftiges Erdbeben das Land. Horden von neuen Kreaturen stürmen auf Buna zu. Es ist unmöglich sie alle aufzuhalten. Buna ist verloren. Dennoch versucht Xenos mit einem weiteren Zauber zu helfen.

„Captando nectens.“

Ein dichtes Rankengestrüpp schießt aus dem staubtrockenen Boden und blockiert das aufgebrochene Tor auf der Seite, von der die Monster anstürmen. Sie kommen immer näher, haben nicht vor anzuhalten. Man sieht, wie die Ranken dem Druck kurzzeitig widerstehen. Das Gestrüpp wölbt sich immer stärker nach innen und schließlich geben sie nach. Die Ranken scheinen ihnen so gut wie gar keinen Widerstand geboten zu haben. Nun drängen die Kreaturen wieder in den Straßen der Befestigungsanlage.

„Vorsicht Xenos!“, schreit jemand aus dem Hintergrund.

Plötzlich bekommt der Junge einen heftigen Stoß zur Seite. Es dauert lange, bis er sich wieder besinnt. Er liegt am Rand einer Mauer. Neben ihm liegt Kumaru. Er hat Xenos gerettet, denn dort, wo er stand, liegt nun ein riesiger Felsbrocken. Unter ihm sieht er einen Arm hervorschauen, der wohl einem der Soldaten gehörte, die eben noch neben Xenos standen.

Der Junge rüttelt an Kumaru: „Ich habe dir doch gesagt, du sollst warten. Siehst du nicht, wie gefährlich es hier ist?“

„Wäre ich nicht gewesen, wärst du jetzt tot“, antwortet Kumaru und fasst sich an sein Bein.

Es ist komplett mit Blut benetzt. Kumaru hat sich an den scharfen Kanten des Trümmerbrockens eine tiefe Schnittwunde zugezogen. Beide raffen sich auf und schauen sich um.

„Es tut ziemlich weh“, beginnt Kumaru zu humpeln.

Erneut gibt es eine starke Erschütterung. Die Wand, neben der Xenos und Kumaru Schutz gefunden hatten, wird hinauf in die Luft gehoben. Ein riesiger Dämon mit unzähligen rankenähnlichen Auswüchsen steht vor ihnen und schleudert Teile der Mauer raus auf die Ebene. Hinter ihm tauchen dutzende Kobolde auf. Sie fliegen auf die Jungen zu. Kumaru zieht sein Schwert und Xenos beschwört seinen Geisterdolch erneut. Beide kämpfen gegen die Kobolde. Einzeln sind sie keine schweren Gegner. Nur in der Masse sind sie bedrohlich. Die beiden Jungen erledigen etliche dieser kleinen Plagegeister.

Plötzlich hört Xenos einen Schrei. Kumaru wurde von einer der Ranken gepackt. Sein Kopf schlägt auf das Pflaster der Straße. Regungslos wird er in die Höhe gezogen. Das gefällt Xenos gar nicht. Seine ruhige Haltung, die er bis jetzt im Kampf hatte, ist auf einen Schlag verschwunden. Er rennt auf die Ranken zu, doch diese schleudern ihn mit einem simplen Hieb zurück. Xenos unternimmt einen zweiten Versuch, doch scheitert erneut. Er schaut sich um. Es ist kein Mensch mehr zu sehen. Ist er wirklich als einziger übrig? Sind alle anderen bereits tot? Oder sind sie feige geflohen? Immer mehr Kreaturen betreten Buna. Mittlerweile ist die anfängliche Dämmerung weit fortgeschritten.

„Nein, nein, das kann nicht sein“, beginnt Xenos zu verzweifeln. „Ich versage nicht. Nicht noch einmal. Überhaupt nicht mehr. Ich habe doch eine Aufgabe. Es kann jetzt noch nicht vorbei sein. Ich bin doch noch am Anfang meiner Reise.“

Er überlegt, aber er weiß nicht, was er tun soll. Wenn er aggressiv kämpft, beispielsweise mit seinen tausend Explosionen, könnte er Kumaru verletzen. Besonders viele Zauber kann er auch nicht mehr wirken. Er ist erschöpft. Was soll er tun? Die Kreaturen kommen immer näher. Er rennt hinter eine Ecke. Dann sinkt er zu Boden und fasst sich an den Kopf.

„So leicht lasse ich mich nicht unterkriegen. Besonders nicht von so widerlich stinkenden Viechern.“

Er rafft sich wieder auf. Aus seiner Wut schöpft er neue Kraft. Schnell rennt er in die Ruine eines Hauses. Er sprintet hoch auf das Dach und schaut sich um. Nirgends ist mehr jemand zu sehen. Es lebt wirklich niemand mehr. Dann erblickt Xenos eine einfache Stadtwache. Sie versucht, sich verzweifelt gegen die Monster zu behaupten, von denen sie umzingelt ist. Doch Xenos steht ruhig auf seinem Dach. Er unternimmt nichts, schaut einfach nur zu. In Xenos‘ Gesicht zeichnet sich ein ernster Ausdruck mit tief bösem Blick ab. Er will Nekromantie wirken. Niemand kann ihn dabei sehen. So bleibt seine Gabe geheim. Sofort nutzt er seine mächtigste Waffe. Um seine Füße bildet sich ein Wirbel aus schwarzem Rauch. Dann streckt er seine Hand aus.

Er deutet in Richtung der Wache: „Totenberührung.“

Eine grün-schwarze Flamme bildet sich blitzschnell in seiner geöffneten Hand und schießt in Richtung der Wache. Es trifft. Die Wache sackt in sich zusammen. Sie ist tot. Nun gibt es wirklich keinerlei Zeugen. Xenos ist kaum noch wiederzuerkennen.

Mit dunkler Stimme spricht der Junge „Allein komme ich gegen diese Horden nicht an. Also hole ich mir Unterstützung. Seelenlose Besetzung!“

Etwas Unvorstellbares geschieht. Alle Toten erheben sich, als wären sie nie dahingeschieden. Doch sie sind verändert. Mit schlaffen Gliedern wanken sie emotionslos dahin.

„Meine Diener, kämpft für mich!“, ruft Xenos so laut er kann.

Die Untoten beginnen den Kampf gegen die Monster aufzunehmen. Sie drängen sie zurück. Doch es kommen immer mehr dieser fürchterlichen Dämonen aus dem Portal. Xenos‘ Masse an Untoten ist bald der Masse an Feinden unterlegen. Der Nekromant muss handeln.

Er befiehlt: „Schließt das Portal um jeden Preis!“

Die Umgebung ist ein einziges riesiges Schlachtfeld. Überall stinkt es. An frische Luft ist nicht zu denken. Xenos‘ Untote bewegen sich in Richtung des Portals. Sie kämpfen sich durch Massen an Dämonen. Mit jedem gewonnenen Schritt erleidet seine Armee jedoch hohe Verluste. Er stört sich aber nicht daran. Diese Leute sind schon tot. Sie dienen nur als Mittel zum Zweck. Mehr und mehr wird ersichtlich, dass sie es nicht schaffen werden. Er kann hier nicht scheitern. Er muss Kumaru beschützen. Angestrengt überlegt er, was ihm noch bleibt. Eine letzte Idee bildet sich in seinem zu korrumpieren beginnenden Schädel.

„Apparis flatulentarum servus cobolorum.“

Ein kleiner Kobolddiener erscheint neben ihm.

„Fliege in das Portal und explodiere in seinem Durchgang!“

Der Diener macht sich unverzüglich auf den Weg. Es wird eng. Sollte der Kobold scheitern, scheitert Xenos. Er hat weder genug Energie für weitere Zauber, noch genug Zeit für eine weitere Strategie. Der Kobold ist fast beim Portal. Wenige Meter trennen ihn und sein Ziel. Dann schnellt aus dem Nichts ein anderer Kobold nach oben und reißt Xenos‘ letzte Chance in das Gefecht am Boden. Xenos kann nichts tun außer seinen Plan scheitern zu sehen. Er sinkt zu Boden.

Plötzlich dröhnt eine laute Explosion über die Ebene, gefolgt von einer weiteren, noch viel lauteren. Eine Druckwelle fegt über die Stadt, die Xenos einfach vom Dach pustet. In der Luft greift ihn der Rankendämon. Nun hängt er neben Kumaru. Xenos ist erschöpft. Er hat viel abbekommen. Mit letzter Kraft versucht er sich loszuwinden. Dann lässt ihn der Dämon einfach zu Boden fallen. Kumaru landet neben ihm. Die Kreaturen ziehen sich zurück.

Langsam kriecht er zu einer erhöhten Position. Dann kann er es sehen. Es ist unglaublich – das Portal ist zerstört! Xenos‘ Dämon muss sich in der Menge noch vorgekämpft haben. Ein guter und starker Diener. Das war wohl der härteste Kampf, den Xenos je geführt hat. Er hat gewonnen. Doch plötzlich wird vor seinen Augen alles schwarz …


Geschrieben von: Mika
Idee von: Mika
Korrekturgelesen von: May
Veröffentlicht am: 01.04.2015
Zuletzt bearbeitet: 11.09.2019
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