Unbekannte Völker Atra-Regnums

veröffentlicht am 15. September 2020 um 16:54 Uhr von in Beitrag, Lore

Im sechsten Kapitel „Zwergenlande“ von Buch 4 haben wir das erste Mal von der untergegangenen Zivilisation der Zwerge erfahren. Dass diese ihre Heimat auf der Vulkaninsel Neogena haben, stand schon bei der Schaffung der Karte von Atra-Regnum vor den ersten Büchern fest. Warum wir trotzdem noch nie von ihnen gehört haben? Das hat verschiedene Gründe. Der entscheidendste Grund ist, dass wir innerhalb der Geschichten nur einen kleinen Auszug aus der Welt abbilden können. Außerhalb dieser können wir euch natürlich mehr von Atra-Regnum erzählen. Und genau das wollen wir jetzt tun! Die Zwerge sind nicht das einzige Volk, welches bisher noch keine Erwähnung gefunden hat. Für drei weitere unbekannte Völker Atra-Regnums ist es jetzt an der Zeit vorgestellt zu werden.

 

Tengu, die Vogelmenschen des Hereswalls

Die Tengu gelten als Volk mythischer Wesen. In ihrem Körper verbinden sich menschliche Eigenschaften mit denen von Vögeln, ähnlich wie bei Katzen- und Fischmenschen. So weist ihr Körper eine menschliche Statur auf, ist aber von einem prächtigen Federkleid bedeckt. Außerdem besitzen sie neben Armen und Beinen mit Klauen den Kopf eines Vogels und Flügel. Sie leben in den steilen Bergen des Hereswalls, dem Gebirge zwischen Provinz Menja und der Wüste der Nordsudame. Die vielen Hänge und Klippen bieten ihnen seit jeher ein sicheres Zuhause. Dort leben sie ungestört von allen äußeren Einflüssen, führen doch nur wenige Pässe durch ihr Territorium, die sie tunlichst meiden. Generell sind sie sehr scheu und zurückhaltend. Ihre Existenz wird manchmal als Legende abgetan, da sie sich von den anderen Völkern unter allen Umständen fernhalten. Doch hin und wieder kommt es zu Sichtungen. Gerade bei Bewohnern nahe des steilen Gebirges sind die Kreaturen in den Höhen wohlbekannt. Viele von ihnen geben sich Außenseitern gegenüber jedoch unwissend. Die Elfen auf der nördlichen Seite scheinen das versteckte Vogelvolk in ihren Bergen jedoch gut zu verstehen.
In der Höhe bewohnen die Tengu kleine Plateaus, auf denen sie zeltähnliche Hütten errichten. Ferner besiedeln sie auch Höhlen oder kleine Täler. Ihre Siedlungen sind meist sehr klein und bestehen oft aus nicht mehr als ein paar Dutzend Individuen. Ihr Lebensstil würde auf Außenstehende vielleicht primitiv wirken, doch das Volk der Tengu ist durchaus begabt, intelligent und weit entwickelt. Sie stehen der menschlichen Kultur in nichts nach, sind sogar in der Lage, Metall zu verarbeiten und Rüstungen oder Waffen zu schmieden. Durch ihre Bemühungen sich vor der Außenwelt zu verstecken, schränken sie sich jedoch stark ein. Sie verzichten auf viele Ressourcen, die sie sich mit Leichtigkeit unweit des Gebirges besorgen könnten. Ganz darauf verzichten können sie jedoch nicht.

Ents, die wandernden Bäume aus dem Süden

Im Südwesten Atra-Regnums, im Gebiet der Drakara-Konföderation nördlich des Reiches der Südsudame, lebt das wohl eigenartigste Volk Atra-Regnums, die Ents. Vereinzelt sollen sie auch bereits in anderen Teilen des Kontinents angetroffen worden sein. Da die Ents ein nomadisches Volk sind, wäre dies nicht ausgeschlossen. Begegnet man einem Ent, kann man ihn aber wohl kaum als humanoid beschreiben, handelt es sich bei diesen Kreaturen doch um Bäume. Diese Bäume besitzen jedoch eine komplett eigene Kultur sowie eine entwickelte Sprache und ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl. Da es sich bei ihnen um Nomaden handelt, fühlen sie sich nicht an einen Ort gebunden. Tatsächlich ziehen sie im Laufe des Jahres in einer elliptischen Bahn durch das Gebiet. Obwohl sie eine durchaus hohe Geschwindigkeit erreichen können, bewegen sie sich dabei jedoch sehr langsam. In ihrer Heimatregion ist das gemeinsam reisende Volk auch als der wandernde Wald bekannt.
Während sie sich in der Nähe von Siedlungen aufhalten, vermeiden die Einwohner das Holz zu schlagen. Die naturverbundenen Ents betrachten jeden Baum als Teil ihres Volkes. Das Fällen von Bäumen in ihrer Anwesenheit betrachten sie als Angriff auf sich selbst. Dann geraten sie schnell in Wut und Raserei. Das möchte man um jeden Preis vermeiden, würde der Wald doch dadurch zu einer förmlichen Lawine der Zerstörung. In der Regel ist das Volk der Ents jedoch sehr friedfertig und besonnen. Sie tolerieren jedes Lebewesen mitsamt seiner Eigenheiten. So können sie auch darüber hinwegsehen, dass die menschlichen Völker das Holz ihrer Brüder für ihre Zwecke verwenden. Viele Kontaktpunkte mit anderen intelligenten Spezies haben sie jedoch nicht. Ihr Volk vermeidet den Kontakt zu Außenstehenden. Meist ignorieren sie die Präsenz anderer einfach. Das führt leider auch dazu, dass wenig über sie und ihre Jahrtausende alte Kultur bekannt ist. Nur wenigen Druiden ist es bisher gelungen, von den Ents Anerkennung zu erfahren. Das größte Hindernis ist die nahezu unmögliche Verständigung. Nicht einmal eine Handvoll Leute spricht die Sprache der Ents und nur sehr wenige Ents sprechen neben ihrer Muttersprache eine weitere Sprache. Wer jedoch einmal mit einem Ent Kontakt hat, merkt schnell, wie weise und tiefgründig dieses Volk ist, dessen Individuen weit älter werden können als die jahrhundertelang lebenden Elfen.

Riesen, Ureinwohner eisiger Tundren

Diese riesigen Humanoiden wurden bis zu viermal größer als jeder Mensch. Einst besiedelten die gewaltigen Kolosse den verschneiten Norden Atra-Regnums, der sich vor tausenden Jahren noch viel weiter gen Süden erstreckte als heutzutage. Sie gelten als die wahren Ureinwohner des nördlichen Atra-Regnums, lebten sie doch schon dort, als die Elfen ihre Gefilde erschlossen. Vor tausenden Jahren sollen sie in beeindruckenden Städten gelebt haben. Für die sehr wenigen Überreste gigantischer Grundmauern oder überdimensionierter Torbögen ist diese These die einzige Erklärung.
Auch im heutigen Atra-Regnum lässt sich das Riesengeschlecht noch antreffen. Im schneebedeckten Norden Atra-Regnums und entlang der nördlichen Küste des Ödland-Reiches kann man die letzten Ahnen ihres Volkes besuchen. Die wenigsten von ihnen sind Außenstehenden gegenüber jedoch friedlich gesinnt. In riesigen Städten leben die Riesen aber bereits lange nicht mehr. Die kleinen Gruppen führen ein simples Leben, bestehend aus Ackerbau, Viehzucht und Jagd. Unterschlupf bieten ihnen einfache Zelte, Hütten oder Höhlen. Zudem scheinen die meisten heute anzutreffenden Nachfahren viel kleiner zu sein als die Erbauer der antiken Städte. Viele sind nicht viel größer als zwei bis drei Menschenlängen.
Sowohl physisch als auch kulturell scheint sich dieses interessante Volk im Laufe der Jahrtausende zurückentwickelt zu haben. Warum dies der Fall ist und was der Grund dafür sein könnte, ist bisher gänzlich unbekannt.

 

Das waren sie, drei der unbekannten Völker Atra-Regnums. Natürlich gibt es noch einige mehr zu entdecken. Doch das ist ein Thema für ein anderes Mal. Wir freuen uns auf jeden Fall, euch von diesen drei Völkern berichtet zu haben. Denn auch wenn das Atra-Regnum in unseren Köpfen riesig ist, so ist es für euch nur so groß wie das, was wir euch bisher erzählt haben.

~Euer Xenos-Korporation Team

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Kommentare

  • Purzelblume | 25. Februar 2021 um 17:39 Uhr

    Ich liebe Tengu! 😍 Schade, dass sie bei euch in den Geschichten noch nicht auftauchen. :(

    • Mika | 25. Februar 2021 um 17:52 Uhr

      Ich mag Tengus auch sehr gerne! Bisher haben sie nur leider nicht in den Ablauf der Story gepasst. Das ist eigentlich wirklich schade. :/