Kapitel 7 – Das Dämonenschwert

Das Versteck des Dämonenschwertes ist ans Licht gekommen. Xenos hat erfahren, dass es in einer verlassenen Mine nahe des Bergarbeiterdorfes Ohvos liegen muss. Seit Generationen liegt es dort. Verschollen und vergessen, den Blicken aller entzogen. Doch nun ist es dazu bestimmt, zurück ans Tageslicht zu gelangen und die Welt der Lebenden in bessere Zeiten zu leiten.

Einen ganzen Tages- und Nachtzyklus war der junge Xenos gezwungen im versteckten Kellerraum des Anwesens zu verharren, bevor er sich heraus in die immer noch schwelenden Überreste des prunkvollen Anwesens trauen konnte. Direkt danach macht er sich jedoch auf nach Ohvos. Er will das Schwert so schnell wie möglich sein Eigen nennen. Keine Zeit ist zu verlieren. Das Risiko, dass Heres und Nekomaru ihm wieder in die Quere kommen, will er nicht noch einmal eingehen.

In Ohvos angekommen, verschwendet er nicht viel Zeit sich umzusehen. Es ist ein schlichtes Dorf in karger Landschaft. Holzhütten direkt auf Stein. Nur wenige Pflanzen wachsen hier oben im Gebirge. Sofort macht er sich auf zu den Minen. Diese liegen einige hundert Meter oberhalb des Dorfes. Schon als der Junge näher kommt, bemerkt er den Trubel dort oben. Die Leute sind aufgebracht, fast schon panisch. Viele von ihnen arbeiten im Akkord an einem der Stollen, andere stehen fassungslos daneben. Xenos ahnt schon, was geschehen sein muss, und rollt mit den Augen. Sich von Derartigem aufhalten zu lassen kann er sich im Moment nicht leisten. Dennoch geht er kurz zu einem der Untätigen herüber: „Entschuldigt. Könnt Ihr mir sagen, ob in allen diesen Stollen noch gearbeitet wird?“ Die Dunkelelfin dreht sich zu ihm um. „Ja, alle Stollen hier sind noch in Betrieb. Nur ist heute morgen einer der Stollen eingestürzt“, beginnt sie fürchterlich zu schluchzen: „Und mein Mann ist dabei verschüttet worden.“ Sie sinkt auf die Knie und beginnt zu weinen. Xenos beschließt mit jemand anderem zu sprechen. Dieses Mal formuliert er seine Frage um und will wissen, ob es in der Nähe verlassene Stollen gibt. Wieder spricht eine Dunkelelfin zu ihm: „Unterhalb des Dorfes gab es einst tiefe Stollen. Doch sie wurden bereits vor vielen Jahren aufgegeben. Das hier ist unser aktuelles Bergwerk. Doch es gab einen Unfall und fünfzehn Arbeiter wurden verschüttet. Wir können jede Hilfe gebrauchen bei ihrer Rettung.“ Einen kurzen Moment überlegt Xenos, antwortet dann jedoch: „Tut mir leid. Ich würde wirklich gern helfen, aber ich glaube, dazu bin ich noch viel zu klein und schwach.“ Mit diesen Worten dreht er sich um und verlässt den Berg zurück in Richtung Dorf. Nur eines flüstert er noch: „Lebenszeichen.“ „Wie ich es ahnte“, denkt er sich: „Sie sind alle tot. Es gibt keine Überlebenden. Die Arbeiter sind beim Einsturz alle ums Leben gekommen. Der Zauber, den ich in dem großen Buch der Bibliothek der Rhyl gelesen habe, ist also doch gar nicht so schlecht. Und er ist scheinbar ziemlich einfach anzuwenden.“

Wieder quert Xenos das Dorf und will dieses Mal den Hang hinab gehen. Doch als er die einzige Straße des Dorfes passieren will, wird er von der Seite angesprochen: „Hey du, wo sind denn alle? Ich bin gerade angekommen um mit den Leuten hier ein wenig zu handeln, aber niemand ist hier.“ „Sie sind oben bei den Minen, um …“, will Xenos erklären, als er von der weiblich klingenden Stimme unterbrochen wird. „Nein. Kann das sein?“, fragt die Stimme heiter: „Das bist doch du, kleiner Kerl!“ Verwirrt dreht sich der Nekromant um und erblickt Guren, die fahrende Händlerin aus Erah. Eigentlich war Xenos froh, dass er seit dem letzten Mal mit dieser freizügig gekleideten Frau nichts mehr zu tun hatte. Doch nun steht sie wieder vor ihm. „Was machst du denn hier“, will sie wissen: „und vor allem, wie kamst du so schnell hier her? Ich meine, es ist ja kein Katzensprung von Erah nach Ohvos für einen Jungen in deinem Alter.“ „Ich bin nur auf der Durchreise“, lügt Xenos und fügt leicht aufgebracht hinzu: „und außerdem, was heißt hier in meinem Alter? Ich bin älter als ich aussehe!“ „Aber noch immer ein kleines Kind“, fügt Guren kichernd an. Augenrollend stimmt er Guren zu. „Jetzt sag‘ aber mal, wohin willst du? Und wo sind deine Eltern? Sie müssen doch auch irgendwo sein. Ich will sie kennenlernen!“ „Ich will den Berg hinunter“, legt Xenos offen: „meine Mama ist nach wie vor in Erah. Ich reise allein.“ Guren schaut den Jungen schockiert an: „Du reist allein? Das ist aber ziemlich gefährlich. Hat dir deine Mutter das erlaubt? Sie macht sich sicher Sorgen um dich, wenn du einfach weggelaufen bist.“ „Ich bin nicht einfach abgehauen! Ich habe zu tun, ich muss weiter.“ „Dann musst du ja ziemlich besonders sein, wenn du hier als Kind die Welt bereist. Soll ich dich vielleicht begleiten? Dann hast du jemanden bei dir, der ein wenig auf dich aufpasst“, bietet die Händlerin ihm an: „Das ist für mich auch gar kein Problem, sondern eher noch eine Bereicherung! Ich komme in der Welt herum und habe einen kleinen süßen Fratz wie dich bei mir.“ „Nein, danke“, lehnt Xenos kopfschüttelnd mit großen Augen ab: „Ich bin bisher immer allein klargekommen.“ „Na gut, aber melde dich, wenn du es dir anders überlegst. Ich bin mir sicher, wir sehen uns irgendwann mal wieder“, ruft sie dem Jungen nach, der sich bereits wieder in Bewegung gesetzt hat. Dieser denkt sich nur: „Hoffentlich nicht.“

Schließlich kommt Xenos bei den verlassenen Stollen unterhalb des Dorfes an. Er schaut sich nach Hinweisen um, die auf die Rhyl deuten könnten. Etwas abseits stehen die Reste eines kleinen alten Schuppens. Xenos untersucht die Trümmer genau. Von hier aus kommandierte wahrscheinlich der Bergwerksleiter seine Arbeiter. Einige fast komplett verwitterte Dokumente liegen noch immer unter dem Schutt. Doch bereits nach kurzer Suche stellt er fest, in keinem dieser Stollen wird das Schwert versteckt liegen. Eines der Dokumente ist auf das 484. Jahr der zweiten Ära datiert. Das war vor exakt 100 Jahren, doch das Schwert muss lange vor dieser Zeit versteckt worden sein. Generell ist es recht unwahrscheinlich, dass es vom gesuchten Stollen noch Aufzeichnungen gibt. Der Eingang soll versteckt liegen und muss bereits vor dem 359. Jahr der zweiten Ära, vor 227 Jahren, dem letzten Jahr der Nekromantenverfolgungen, existiert haben. Xenos bleibt nichts anderes übrig, als selbst nach einer versteckten Mine zu suchen. Zu seinem Glück kann er sich dies vereinfachen. Der junge Nekromant beißt sich in den Finger. Blut tropft auf den staubigen, tristen Boden. Langsam zeichnet sich ein Sigill. Xenos beugt sich hinab: „Kommt meine Diener!“ Schleichend breitet sich ein übel riechender Gestank aus. Aus dem Sigill kriechen zahllose Rattenkadaver. „Sucht für mich nach versteckten Eingängen in den Berg“, befielt Xenos seinen untoten Kreaturen. Die halb verfaulten und zerfallenen Ratten setzen sich in Bewegung und rennen verstreut in alle Richtungen auseinander.

Einige Zeit verbringt Xenos vor seinem Sigill, bevor die ersten Kreaturen zurückkehren. Sie verschwinden direkt wieder in Xenos‘ Blutzeichen. Doch schließlich kommt eine Ratte zurück, die beginnt den Jungen anzuquieken. Xenos erhebt sich und folgt seinem kleinen Diener. Vor einem großen Dornenbusch bleibt die Ratte schließlich stehen. Weiterhin deutet sie quiekend auf das Gestrüpp, bis sich Xenos diesem nähert. Vorsichtig bahnt sich der Junge einen Weg an den Dornen vorbei und findet sich letztendlich tatsächlich in einem kleinen, unscheinbaren Höhleneingang wieder. Er aktiviert seine Leuchtkugel und folgt dem weit in die Tiefe gehenden, schmalen Gang. Die Wände sehen nicht mehr sonderlich stabil aus. In einigen Abschnitten sind Teile der Wände und Decke bereits eingestürzt. Mutig geht er jedoch voran, bis er schließlich in eine größere Aushöhlung vorstößt. An den Wänden hängen erloschene Fackeln und direkt vor ihm befindet sich eine schwere Steintür. Xenos betrachtet sie genauer. In sie wurde etwas eingraviert. Es handelt sich um einen kurzen Vers, geschrieben in Demri. Demri ist eine alte Schriftsprache, welche vor langer Zeit für magische Rituale oder Zauber verwendet wurde. Nur Nekromanten lernten die aus dem Reich der Toten stammende Sprache. Nur wenigen außerhalb der Nekromantenclans war ihre Existenz überhaupt bekannt. Zu sprechen vermochte sie niemand mehr, seit es offiziell keine Nekromanten mehr gibt. Nicht einmal Xenos hat sie bisher erlernt.

Der Nekromant überlegt, wie er nun weiter vorgehen soll. Er sitzt fest. Hier kommt er nicht weiter. Verbittert schlägt er gegen die große, massive Tür. Plötzlich beginnen die Schriftzeichen auf ihr zu leuchten und die Tür öffnte sich. „Aber natürlich“, denkt sich Xenos: „im Anwesen habe ich auch nur einen Stein berührt und eine Tür öffnete sich. Es wird hier genauso sein. Vermutlich weisen die Zeichen darauf hin, dass nur Nekromanten die Tür öffnen können!“ Vorsichtig betritt er den dahinter liegenden Raum. Die Höhle ist gewaltig hoch. Wieder befinden sich erloschene Fackeln an den Wänden. Etwas weiter oben scheint ein weiterer Gang tiefer in die Höhle zu führen. Doch in der Mitte des Raumes erblickt er, was er sucht. Zwei Podeste stehen links und rechts. Auf dem Rechten liegt es – das Dämonenschwert. Doch in Xenos macht sich Skepsis breit. Das linke Podest ist leer. Was dort wohl lag? Ein anderes Artefakt? Dann wird es Xenos klar: „Der Hammer! Dort muss der Dämonenhammer gelegen haben. In der Legende heißt es weiter, dass der mutige Nekromant den Dunkelelfen besiegte und den Hammer an sich nahm. Er hat beide Waffen daraufhin für immer weggeschlossen, auf dass nie wieder jemand an sie gelangen sollte. Auf dem zweiten Podest muss der Hammer gelegen haben. Doch er ist nicht hier. Heißt das etwa … jemand war vor mir hier! Der Hammer ist bereits irgendwo da draußen.“ Der junge Nekromant nähert sich seinem begehrten Schwert. Kurz vor ihm hält er inne. Schließlich greift er nach dem Schaft und hält es schließlich in den Händen. In diesem Moment durchfährt ihn jedoch ein unbändiger Schmerz und der Junge verliert das Bewusstsein.

Nach einer ganzen Weile kommt er wieder zu sich. Schnell realisiert er, dass er in Ketten an einer Wand hängt. Der Raum um ihn herum verschwindet in tiefem Schwarz. „Du bist wach“, erklingt eine bekannte Stimme. Mit aller Kraft versucht Xenos sich von den Ketten zu befreien. Es gelingt ihm nicht. Vor ihn tritt ein altbekanntes, junges Gesicht. Nekomaru lächelt ihn bitterböse an. „Das war es dann für dich. Als wir mitbekamen, dass du doch noch herausgefunden hast, wo das Schwert liegt, musste ich natürlich schnell handeln. Doch als ich in der Höhle ankam, hatte sich bereits alles erledigt. Du lagst einfach nur da. Scheinbar ist dir das Schwert nicht so gut bekommen.“ Sein Blick fällt links neben Xenos zu Boden. Dort an die Wand gelehnt, direkt neben ihm und dennoch unerreichbar, steht das legendäre Schwert. „Was willst du?“, fragt Xenos wütend. „Naja, du warst ziemlich lange weg. Wir dachten schon, du wachst nie wieder auf. Doch nun bist du aufgewacht. Das finde ich toll. Denn ich habe mir Mühe gegeben und etwas für dich vorbereitet. Weißt du, inzwischen gehören uns weite Teile des Kaiserreiches und sogar ein Großteil des Radonum-Forstes.“ Nekomaru zuckt mit den Schultern: „Hättest du dein Nickerchen verschoben, wäre es vielleicht anders gekommen. Aber das Beste ist ja … wir haben jemanden gefunden.“ Langsam wird der Raum heller. An der gegenüberliegenden Wand hängen zwei weitere Gefangene. Doch einer der Gefangenen ist Xenos nicht unbekannt. Es handelt sich um seine Mutter Azarni. Der andere Gefangene trägt einen Sack über dem Kopf.

Erneut versucht Xenos sich mit aller Kraft zu befreien: „Was soll das werden, du Idiot?“ Nekomaru beginnt zu grinsen: „Damit du es hier auch gemütlich hast, in unseren Zellen, dachte ich, zeige ich dir, dass es draußen nichts mehr gibt, um das du dich sorgen musst.“ Der blondhaarige Junge geht hinüber zu Xenos‘ Mutter. Er zückt ein langes Messer und rammt es ihr in den Bauch: „Um sie wirst du dich nicht mehr kümmern müssen. Sieh dir an, wie sie von dir geht.“ Zähneknirschend beobachtet Xenos die Folter Nekomarus. Azarni schreit vor Schmerzen auf. Nekomaru zieht das Messer weiter hinunter und spricht zu Xenos: „Siehst du, wie ich …“ Die Worte, die Nekomaru zu ihm spricht, sowie alle Hintergrundgeräusche werden dumpf.

Vor ihm erscheint eine großgebaute, dünne Frau mit langem, blondem Haar und langen Fingernägeln. Sie streichelt Xenos über sein schwarzes Haar: „Willst du, dass es aufhört? Willst du es beenden?“ „Wer bist du?“, will Xenos wissen. „Ich bin das Schwert. Ich zeige mich dir um dir meine Kraft zu geben, nimm sie und rette, was dir wichtig ist.“ „Warum hifst du mir? Was willst du?“ „Nichts, mein Liebling“, spricht sie sanft und schmiegt sich näher an ihn: „Nimm meine Kraft und rette deine Mutter.“ „Du zwielichtiges Biest! Verschwinde!“ Die Frau verschwindet und Xenos nimmt seine Umwelt wieder normal wahr. „Hey, nicht wieder wegnicken, Xenos“, spricht Nekomaru zu ihm: „du hast doch noch gar nicht das große Finale gesehen.“ Mit diesen Worten zieht der Blondhaarige den Sack vom Kopf des zweiten Gefangenen. Xenos kann es nicht fassen. Das ist unmögich. Vor ihm hängt nicht nur seine Mutter, sondern auch sein Vater. „Das … das ist doch nicht möglich! Wo hast du ihn gefunden?“ Nekomaru zwinkert seinem Rivalen nur zu. Er zieht sein Messer aus dem Leib von Azarni. Mit der Zunge leckt er das Blut der Klinge. Der Junge lacht. „Lass sie in Ruhe, du Monster“, verlangt Xenos. „Halte mich doch auf“, gibt Nekomaru zurück und zieht mit der Spitze seiner Klinge einen langen Schnitt am Arm von Xenos‘ Vater hinunter. „Lass sie in Ruhe“, wiederholt Xenos mit ernster Stimme. Nekomaru kichert amüsiert.

Plötzlich werden alle Geräusche wieder dumpf. Die Frau erscheint wieder. „Nimm meine Kraft. Mit mir kannst du ihn aufhalten.“ „Mach mich los“, verlangt Xenos von ihr. Die Ketten bersten. Der Nekromant fällt zu Boden. Wieder verschwindet die Frau und alles normalisiert sich. Xenos ist frei. In diesem Moment sticht Nekomaru Xenos‘ Vater Kaito in die Kehle. „Ups“, lacht er. Die beiden leblosen Körper hängen in den Ketten. Ein schwarzer Wirbel bildet sich um die Füße des Jungen. Er betritt seine Totenform. „Nimm meine Kraft. Lass deiner Wut freien Lauf. Räche dich für das, was er dir angetan hat“, flüstert die liebreizende, weibliche Stimme ihm zu. Xenos greift das Dämonenschwert. Er fühlt seine Kraft erneut anwachsen. „Ja, nun vollbringe es. Zeig ihm deine Stärke“, spricht die Frauenstimme. Der Nekromant stürmt auf Heres‘ Sohn zu. Das Schwert durchdringt ihn. Beide gehen zu Boden. Xenos greift nach Nekomarus Messer und rammt es voller Wut wieder und wieder in dessen Körper.

„Ja! Gut gemacht“, spricht die Frau, welche jetzt wieder vor ihm steht, nun jedoch nicht länger in lieblicher, sanfter Stimme: „Jetzt gehörst du mir! Mir allein! Du Narr. Du hast keine Kontrolle über dich selbst. Das ist dein Verhängnis.“ In diesem Moment schnellt Xenos‘ Blick auf sie: „Seelenlose Besetzung!“ Seine Eltern beginnen sich zu rekeln und sprengen ihre Ketten. Von hinten greifen sie die dämonische Frau. „Was wird das denn?“, will sie wissen: „Das hier ist mein Reich! Du hast keine Kontrolle, was hier geschieht!“ Doch schon werden ihre Augen groß: „Was ist los? Wieso kann ich nichts mehr machen?“ „Du bist für all das verantwortlich? Lässt mich das durchleben“, spricht Xenos in tiefböser Stimme und erhebt sich unter großer Anstrengung: „Sagst, ich hätte verloren, doch sieh dich an? Deine Kraft kommt mir gelegen. Ich reiße sie an mich und dich werde ich hinter mir lassen!“ „D-dein Wille hält dich gebunden“, stellt die Frau fest: „Deine Willensstärke ist unübertroffen. Du bist nur ein Kind, das kann nicht sein!“ Mit Mühe rammt der Junge das Messer mit bösem Lächeln mehrfach in die Frau. Die Frau schreit dämonisch, schrill auf: „Nein! Das kann nicht sein! Deine Seele ist bereits verdorben! Instabil! Gebrechlich! Du unterliegst mir, lässt dich von niederen Gefühlen leiten, müsstest mein sein! Ich bin stärker als du! Warum?“

Der Raum wandelt sich in gleißendes Licht, bevor Xenos wieder das Bewusstsein verliert.

Zurück in der Höhle, erwacht der junge Nekromant. Er liegt am Boden, das Schwert in der Hand. „Ich habe es geschafft. Geschafft, das Schwert zu kontrollieren. Und das, obwohl ich dem Schwert hätte verfallen müssen. Doch indem ich das Schwert selbst bezwang, konnte ich ihm meinen Willen aufzwingen. Nun komme ich! Die Kaiserstadt wird bald wieder uns Lebenden gehören!“


Geschrieben von: Mika
Idee von: Mika
Korrekturgelesen von: May
Veröffentlicht am: 01.01.2017
Zuletzt bearbeitet: 02.05.2017
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